Pädagogische Grundlagen

a. Der Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen

Erziehung-Bildung-Betreuung nach § 22 SGB VIII: Für den Bildungsauftrag gibt es klare Vorgaben:

  • die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,
  • die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen sowie
  • den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

Für Eltern ist es nach wie vor anstrengend, die Balance zwischen Familie und Beruf herzustellen. Es gibt ökonomische Zwänge, die Arbeit verlangt Mobilität und Flexibilität. Dies alles geht zulasten der Zeiten, in denen Familien zusammen sind und Familie leben können. Neben den vielen schönen Momenten des Familienlebens, sind vielfältige Belastungen, Brüche im Lebenslauf und schwierige Familienphasen zu bewältigen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an frühkindliche Bildung. Eltern haben die persönliche Ressource, um die Bildungsprozesse ihrer Kinder aktiv mit zu gestalten und ihre Kompetenzen einzubringen. Dabei suchen sie nach Unterstützung und Orientierung. Hier wird das Eltern-Kind-Zentrum zum Knotenpunkt im sozialen Netz. Die Einrichtung dient als verlässliche Partner, Drehscheibe und Anlaufstelle für alle Familien der Region Brück.

b. Das Bild vom Kind

Das Kind wird in der Kita „Planegeister“ wahrgenommen:

  • als Teil seiner Familie,
  • als jeweils einzigartig,
  • ist neugierig geboren,
  • als selbstständig und aktiv,
  • eignet sich die Welt spielerisch an (experimentiert, beobachtet, probiert aus, ahmt nach…),
  • als jemand, der verlässliche emotionale Beziehungen und Bindung braucht,
  • braucht Resonanz, Wertschätzung und Anerkennung,
  • braucht Regeln die Sicherheit geben,
  • brauchen Freiräume,
  • hat Träume und gerne Spaß,

als jemand, das genau weiß, was es will….

Mit den Angeboten des EKiZ möchten wir alle Eltern und Kinder in der Stadt Brück erreichen. Allen Familien soll es möglich und selbstverständlich sein, Unterstützung durch Informations-, Beratungs- und Bildungsangebote, sowie konkrete Hilfen und Begleitung zu erhalten. Unser besonderes Augenmerk liegt auf der Kontaktherstellung zu jungen Eltern. Dazu hat das EKiZ die Aufgabe übernommen, allen Eltern mit Neugeborenen ein Babybegrüßungspaket im Auftrag der Stadt zu überreichen.

Wir möchten die bestehenden Initiativen, wie den Elternförderverein u.a., in ihrer Arbeit unterstützen und durch ergänzende Angebote des EKiZ stärken.

c. Beteiligung der Kinder

  • Kinder werden eingeladen, Vorschläge für Aktivitäten zu machen
  • Vorschläge der Kinder werden aufgenommen, gewürdigt und i.d.R. umgesetzt (vergleiche „Situationsansatz);
  • sie haben ein Mitentscheidungsrecht,
  • im Freispiel als auch in gruppenübergreifenden Angeboten (Flur, Kreativraum, Spielplatz etc.) entscheiden sie selbstständig, wann sie was und mit wem machen wollen.
  • Die Kinder profitieren von Beteiligung
  • sie lernen so eigene Bedürfnisse zu artikulieren
  • die Vorschläge werden wert geschätzt
  • sie erfahren Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und lernen Verantwortung zu tragen.

d. Rechte der Kinder

  • Sowohl im Selbstverständnis der Kita als auch als gesetzlicher Auftrag besteht die Pflicht die Rechte der Kinder und ihren Schutz vor Gewalt durchzusetzen.
  • Sollten Kinder und/oder Eltern hinsichtlich der Rechte oder des Schutzes vor Gewalt eine Beeinträchtigung oder sogar einen Übergriff wahrnehmen, können sie wählen, mit wem sie sich darüber auseinandersetzen und/oder beschweren wollen.
  • In der Regel ist die GruppenerzieherIn die erste Ansprechperson
  • die 2. Instanz ist die Leitung
  • danach der Träger (Kommune)
  • In jedem Fall wird dies mit der Leitung kommuniziert. Von der Leitung erhalten die sich Beschwerenden eine (möglichst zeitnahe) Rückmeldung.
  • Die Leitung entscheidet, inwieweit sie den Träger von Beschwerden und    den diesbezüglichen Umgang in Kenntnis setzt.